Powertrain

Informationen zu dem in der Thüringer FTI-Richtlinie geförderten Verbundvorhaben KUBINKA

Titel des Vorhabens:
KUBINKA - Kunststoff-basierte integrierte KFZ-Antennen

Ausführende Stelle:
Thüringer Innovationszentrum Mobilität Kompetenzfeld „Funk- und Informationstechnik“ Fachgebiet Hochfrequenz- und Mikrowellentechnik

Projektträger:
Thüringer Aufbaubank

Förderkennzeichen:
Verbund: 2015 VF 0017, Projekt: 2015 FE 9042

Projektzeitraum:
01.07.2016 – 30.06.2019

Projektkonsortium:
Wiegand GmbH, Schlotheim/Thüringen Antennentechnik Bad Blankenburg GmbH, Bad Blanken-burg/Thüringen Thüringer Innovationzentrum Mobilität, Ilmenau/Thüringen

Kurzbeschreibung:
Für die drahtlose Vernetzung von Kraftfahrzeugen werden Antennen entwickelt, die bereits während der Herstellung in geeignete Karosserieteile integriert werden können. Das Vorhaben umfasst die Entwicklung und Umsetzung geeigneter Konzepte für Strukturen, Herstellungsprozesse und Systembewertung. Es werden industrietaugliche und wirtschaftlich zu fertigende Muster entworfen. Zur Verifikation der funktechnischen Eigenschaften werden Messungen an realen Antennen in relevanter Einbausituation am Fahrzeug in der virtuellen Straße – Simulations- und Testanlage (VISTA) am Thü-ringer Innovationszentrum Mobilität durchgeführt.

Das Vorhaben umfasst einen Querschnitt aus F&E-Fragestellungen der Kunststoff- und Verfahrenstechnik, der Antennentechnik, und der Mess- und Prüftechnik. Es wird durch ein Konsortium aus drei kompetenten Partnern bearbeitet, das diese Bereiche abdeckt und die gesamte Wertschöpfungskette von der Idee bis zum Produkt abbildet.

Projektförderer EU, TAB, Thüringer Ministerium

ELVIS – Elektromagnetische Verträglichkeits-, Funk- und Kanalmessungen in der Virtuellen Straße

Die Forschergruppe „Elektromagnetische Verträglichkeits-, Funk- und Kanalmessungen in der Virtuellen Straße“ (ELVIS) am Thüringer Innovationszentrum Mobilität widmet sich der kooperativen funkbasierten Fahrzeugvernetzung (C2X) sowie dafür geeigneter Entwurfs-, Test- und Prüfverfahren. Da ein Erfolg von C2X-Anwendungen sehr von Funktionalität, Verfügbarkeit und geringer Latenz abhängt, erweisen sich Zuverlässigkeit, Koexistenz und Interferenz als wesentliche Herausforderungen für zeitgemäße Grundlagenforschung mit Anwendungsorientierung. Mit ELVIS werden wichtige Aspekte der elektromagnetischen Verträglichkeit sowie der Antennenentwicklung und -messung, der Konzipierung und Implementierung spezifischer Testmethoden sowie Konzeptbildungen für eine realitätskonforme Nachbildung des Funkkanals unter Laborbedingungen adressiert.

The research unit „Electromagnetic compatibility, radio and channel measurements in the virtual road – simulation and test area“ (ELVIS) at the Thuringian Centre of Innovation in Mobility addresses cooperative wireless car-to-car and car-to-infrastructure communications (C2X) and appropriate design, testing and verification methods. Because C2X applications depend strongly on functionality, availability, and low latency, reliability and interference aspects present essential challenges for relevant and timely basic research with practical orientation. With ELVIS, important issues of electromagnetic compatibility, antenna development and measurement, design and implementation of specific test methods, and concept developments for realistic modelling of the radio channel under laboratory conditions are addressed. Gefördert durch den Freistaat Thüringen aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds

Gefördert durch den Freistaat Thüringen aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds

Ein neuartiger fahrdynamischer Ansatz zur Erhöhung der Fahrsicherheit und der Verbesserung der Reichweite unter Verwendung von Intelligent Electric Vehicles (IEV)

Das geplante Vorhaben zielt auf die Erarbeitung eines neuartigen Konzepts von Intelligenten Elektrischen Fahrzeugen (IEV = Intelligent Electric Vehicles) im Kontext zu regionalen Anwendungsszenarien und den speziellen Gegebenheiten in Thüringen sowie der Partnerregion Picardie.

Mit dem Projekt soll die Nachhaltigkeit der individuellen Mobilität deutlich verbessert werden. Hierzu werden insbesondere die folgenden Zielstellungen verfolgt:

  • Optimierung der Reichweite / Energieverbrauch in Abhängigkeit von Betriebs- und Verkehrsszenarien durch intelligente Regelstrategien
  • Erhöhung des Kundenvertrauens bzw. der Kundenzufriedenheit durch effektivere Maßnahmen zur Restreichweitenabschätzung.
  • Steigerung der Fahrsicherheit durch die Nutzung sensierter und vernetzter elektrischer Fahrzeuge bei einem gesteuerten, teilautonomen und autonomen Fahren.

Kern des Vorhabens ist die Erarbeitung eines IEV-Konzepts, welches speziell auf die Besonderheiten in den Regionen Thüringen und der Picardie abgestimmt wird. Dies geschieht vor technisch / technologischen Hintergründen ebenso wie für wirtschaftliche und infrastrukturelle Aspekte. Das Konzept wird in einen Demonstrator umgesetzt und dann validiert und verifiziert. Der Demonstrator vereint dabei in sich neuartige Komponenten wie Sensorfusion, mobile Vernetzung (on und off-board) sowie neue Regelalgorithmen für die simultane Betrachtung der Längs- und Querdynamik eines IEV.

ITEAM: Interdisciplinary Training Network in Multi-Actuated Ground Vehicles

Das Europäische Graduiertenkolleg ITEAM ist mit einem Gesamtbudget von mehr als 3,8 Mio. € durch die EU Marie Skłodowska-Curie-Maßnahmen „Innovative Training Networks“ für 4 Jahre gefördert. Das Konsortium besteht aus 16 Partnern, die gemeinsam an der Ausbildung von fünfzehn Doktoranden mit Schwerpunkt Multi-Aktuierte Kraftfahrzeuge arbeiten. Das Hauptziel des Graduiertenkollegs ist ein erheblicher Fortschritt der europäischen Doktorandenausbildung im Bereich der umwelt- und benutzerfreundlichen Kraftfahrzeugtechnologien. Als Hauptergebnis wird die Gründung von einer starken europäischen Forschungs- und Innovationsgruppe, die zu den nächsten Generationen von konventionellen, elektrischen und autonomen Kraftfahrzeugen bestimmend beiträgt.

Die Besonderheit des ITEAM-Netzwerks ist das Konzept von drei wechselwirkenden Forschungsclustern. Die Forschungscluster definieren die technischen Objekte, in denen die Innovationsergebnisse erwartet werden: Cluster „MAGV Integration“ - Mechatronische Subsysteme für aktive und integrierte Fahrwerks- und Antriebssteuerung; Cluster „Grüne MAGV“ - Energieeffiziente und emissionsarme Kraftfahrzeuge inklusive Elektrofahrzeuge; Cluster „MAGV Fahrumgebung“ - Kraftfahrzeuge mit Elementen der teil- und vollautonomen Fahrt sowie Lösungen für Fahrerassistenz- und Mensch-Maschine-Schnittstelle.

ITEAM wird von der Technischen Universität koordiniert. Insgesamt arbeiten 16 Partner aus neun Ländern in diesem Graduiertenkolleg zusammen - darunter drei große Fahrzeughersteller (Volvo, Skoda und Jaguar Land Rover), starke Zulieferer und industrielle Entwickler (AVL, Infineon, Virtual Vehicle, IPG Automotive) und renommierte Forschungseinrichtungen (Coventry University, Katholieke Universiteit Leuven, TU Ilmenau, Université de technologie de Compiègne, Università degli studi di Pavia, Technische Universiteit Delft, Czech Academy of Sciences, The University of Liverpool).

Web: iteam-project.eu

Projektlaufzeit: 01.2016 – 12.2019

PORT – Powertrain + Radio Train

Die Forschergruppe Powertrain / radio train – PORT erweitert die traditionell in der Kraftfahrzeugtechnik angesiedelten Kerngebiete des Fahrwerks und des Antriebstrangs im Hinblick auf energieeffiziente, elektrifizierte Antriebs- und Regelungstechnik und vereint sie mit Aspekten der Informations- und Kommunikationstechnik, indem das Kraftfahrzeug als mobiles und intelligentes Bindeglied zwischen Fahrbahn und Umgebung verstanden wird. Dabei wird die Interaktion des Fahrzeugs als mobiler Knoten in funkbasierten Verkehrs- und Sicherheitsnetzen erforscht. Die Forschergruppe untersucht außerdem den Einsatz und die Vernetzung von drahtlosen, energieautarken Sensoren sowie von Fahrerassistenzsystemen. Eine zentrale Aufgabe von PORT ist die Konzipierung und Umsetzung der „Virtuellen Straße – Simulations- und Testanlage“ (VISTA). Die untersuchten Antriebsstrangkonfigurationen und Fahrwerksysteme für teil- oder vollelektrifizierte Kraftfahrzeuge erschließen künftig eine bislang nicht umsetzbare Vielfalt von Aufbauoptionen und Systemarchitekturen. Es werden dazu Regelungsstrategien und Optimierungsansätze beschrieben, mit denen die einzelnen Subsysteme von Antriebsstrang und Fahrwerk verknüpft werden können. Durch die Elektrifizierung des Antriebsstranges entstehen für Fahrwerksysteme neue Gestaltungs- und Funktionsfreiheiten. Hier sind elektromechanische Wandler nicht nur für den Radantrieb geeignet, sondern auch für Subsysteme wie Lenkung, Radbremse und Dämpfungssystem interessant. Dies erlaubt eine extrem hohe Bauraumausnutzung und lässt eine Integration von Antrieb und Fahrwerk zu sogenannten Corner-Modulen zu. Des Weiteren entsteht durch die mechanisch entkoppelten Fahrwerkssysteme (drive-by-wire) ein breites Spektrum neuartiger Funktionalitäten, welche sowohl Fahrdynamik und Fahrsicherheit als auch Fahrkomfort bei maximaler Energieeffizienz deutlich verbessern können.

Struktur und interdisziplinäre Vernetzung der Forschergruppe PORT