Elektromobilität

Referenzprojekte

E-Mobilität Mitteldeutschland – Grüne Mobilitätskette, Projektteil Wohnen und Elektromobilität Erfurt

"Das Leitbild der „Elektromobilität Mitteldeutschland“ ist die Verwirklichung von energieeffizienter, emis-sionsarmer und bezahlbarer Mobilität in den Städten samt Umland, in denen die Lebenswelten Arbeiten, Wohnen und Freizeit durch die Elektromobilität sichtbar und erlebbar miteinander verknüpft werden. Ziel der „Grünen Mobilitätskette“ Mitteldeutschland in den Projektregionen Sachsen-Anhalts und Thüringen ist die Entwicklung und Erprobung eines attraktiven Angebots für die Mobilitätsbedürfnisse von Kun-den der Elektromobilität in Mitteldeutschland. Es wird eine komplette grüne Mobilitätskette einschließlich E-Fahrzeugen, Energie, Informationstechnologie sowie eine intermodale Vernetzung insbesondere mit dem Öffentlichem Verkehr, Wohnen und Carsharing geschaffen." Das Teilprojekt Erfurt erforscht und erprobt mit 15 Eigentumswohnungsnutzern in einem Neubau in Verbindung mit einer Ladeinfrastruktur ausgestatteten Parkgarage und einer Musterwohnung mit IT-basierendem Mobilitätsportal und Verknüpfung auch mit ÖPNV- und eCarsharing- Angeboten, ob sich zu Projektende wenigsten 30 % des gesamten Mobilitätsbedarfs (außer Fernreisen) der Bewohner intermodal und elektrisch abbilden lassen. Das ThIMo bearbeitet die folgenden Aufgabenschwerpunkte:

a) Mobilitätsbedarfe, Maßnahmen und Geschäftsmodelle zur Verknüpfung von individuellem und öffentlichem Verkehr
b) Analyse der Anforderungen an Lade- und IT-Infrastruktur
c) Technisches Betriebskonzept
d) Demonstratorkonzept im Teilvorhaben „Wohnen und Elektromobilität - Erfurt“
e) gesteuertes Laden

 

iModPowerSys – integrated Modular Power Systems

In Projekt iModPowerSys steht die technologische Grundlagenforschung im Bereich Aufbau- und Verbindungstechnik von integrierten Hochstromsystemen im Fokus. Ziel des Projekts ist es, das Know-How im Bereich der Leistungselektronik und Systemintegration von Niederspannungs- / Hochstromsystemen zu erweitern. Die besonderen Herausforderungen sind in der hohen Integrationsdichte, oft extremen Umgebungsbedingungen verbunden mit hohen Lebensdauerforderungen begründet. Die Integration im System bedeutet eine Vereinigung zwischen Steuerungs- und Leistungselektronik sowie eine dichte Verkopplung zwischen Elektronik und Aktuator bzw. Prozess. Durch diese funktionale Integration wird einerseits die Leistungsdichte der Systeme erhöht andererseits ist besonders in Niederspannungs- / Hochstromapplikationen der Betrieb der Systeme nur durch die enge Kopplung von Elektronik und Prozess möglich.

Die Anwendungsfelder dieser leistungselektronischen Systeme reichen von Nebenaggregaten (Pumpen, Kompressoren) im Automobil über Batterieladeeinrichtungen bis hin zu kompletten Fahrantrieben von Kraftfahrzeugen, E-Bikes, Booten und elektrischen Flurförderfahrzeugen. Im industriellen Bereich sind Applikationen zu Ansteuerung von Prozessaktuatoren denkbar.

Schwerpunkte des Projektes sind einerseits die Entwicklung von theoretischen Modellen zur rechnergestützten Analyse, Auslegung und Optimierung der leistungselektronischen Systeme. Andererseits werden die Modelle durch spezielle Labordemonstratoren, in Kooperation mit dem Ilmenauer Unternehmen ISLE Steuerungstechnik und Leistungselektronik GmbH, mit der realen Welt abgeglichen und helfen in der Praxis die Systeme optimaler zu designen und Entwicklungszeit zu sparen. Mithilfe der rechnergestützten Auslegung und Optimierung werden außerdem zwei Labordemonstratoren für oben genannte Beispielapplikationen entwickelt. Im Ergebnis entsteht, neben neuem wissenschaftlichen Grundlagenwissen, wertvolles Basis-Know-how für Thüringer Unternehmen der Leistungselektronik und Automobilindustrie.

Von der Modellwelt eines Niederspannungs-/ Hochstromumrichters zum realen Labordemonstrator

MOVE@ÖV - Intelligentes Dienstleistungssystem „Elektromobilität“

Mobilitätsdienstleistungen im öffentlichen Verkehr individualisieren, effektiv flexibilisieren und effizient integrieren.

Der demografische Wandel stellt in den ländlichen Regionen Sachsen-Anhalts sowohl den privatwirtschaftlichen als auch den öffentlichen Sektor vor große Herausforderungen. Dies betrifft auch den öffentlichen Personenverkehr (ÖV), der ebenfalls unter einem steigenden Kostendruck steht. Zudem müssen die sich veränderten Mobilitätsbedürfnissen der Mobilitätsnutzer, insbesondere der Wunsch nach steigender Flexibilität und geringen Fahrzeiten, integriert werden. Deshalb werden im Forschungsprojekt Move@ÖV innovative Angebote im Bereich der individuellen Elektromobilität als Zubringer zum Bahn-Bus-Landesnetz in ländlichen Regionen des Landes Sachsen-Anhalt analysiert und serviceorientiert kombiniert. Hierzu müssen sowohl die Mobilitätsbedürfnisse der Kunden im ländlichen Raum sowie das bestehende ÖV-Dienstleistungssystem analysiert werden. Ziel ist es, durch einen iterativen Prozess das Mobilitätsangebot für die Kunden besser nutzbar, wirtschaftlicher und umweltfreundlicher zu gestalten. Im Rahmen von Move@ÖV werden Studien zur Untersuchung des Kundennutzens und der wahrgenommenen Dienstleistungsqualität von Mobilitätsdienstleistungen im öffentlichen Verkehr durchgeführt. Daraus werden relevante Kundenstrukturtypen sowie entsprechende Indikatoren zur Messung und Bewertung ihres Nutzens bzw. ihrer wahrgenommenen Dienstleistungsqualität identifiziert. Zudem wird der Einsatz der Ressourcen, Kapazitäten und Prozesse der öffentlichen Mobilitätsanbieter analysiert, um Potenziale für eine Steigerung der Effizienz, Effektivität und Flexibilität des Dienstleistungsangebotes zu identifizieren.

Flexibilisierung des Dienstleistungssystems im Projekt Move@ÖV